Gesunde Füße
Was die Füße alles leisten müssen
Sie sind buchstäblich unsere Basis, tragen uns durchs Leben und müssen mehr ertragen, als wir oft wissen. So halten sie zum Beispiel einen Druck aus, der bis zu 120 Prozent unseres Körpergewichts erreichen kann. Anders gesagt: An einem ganz normalen Tag mit moderater Laufleistung müssen die Füße Kräfte von mehreren hundert Tonnen tragen. Noch eine erstaunliche Zahl zur durchschnittlichen Laufleistung eines Menschen: Die American Pediatric Medical Association hat ausgerechnet, dass wir in fünfzig Lebensjahren ungefähr dreimal um die Erde laufen!Wie sieht ein gesunder Fuß aus?
Bei einem völlig unverbildeten Fuß liegt ein kleiner Abstand zwischen allen Zehen – die Zehen gehen fast strahlenförmig auseinander. Doch solche Füße kommen in den westlichen Industrieländern so gut wie gar nicht mehr vor. Bei Menschen, die regelmäßig Schuhe tragen, sind die Zehen der Füße bestenfalls alle ganz gerade und bei geschlossenen Füßen liegen die großen Zehen parallel zueinander.Was den Füßen guttut
- In Bewegung bleiben: Leichte bis mittlere sportliche Aktivität oder regelmäßiges Gehen in der Natur hält die Füße gesund. Die Zehen bleiben beweglich, die Muskulatur wird trainiert, eine bessere Durchblutung beugt Erkrankungen vor.
- Übergewicht vermeiden: Schon einige Pfunde weniger entlasten die Füße und machen ihnen ihre Arbeit leichter.
- Öfter mal aufstehen: Wer einer sitzenden Tätigkeit nachgeht, sollte regelmäßig ein paar Schritte machen oder die Füße bewusst strecken, rollen und dehnen.
- Barfuß laufen: auf Waldboden oder am Sandstrand – das ist das beste Training für gesunde Füße.
- Auf gute Schuhe setzen: bequem, aber nicht „ausgelatscht“, weder zu klein, noch zu groß – das mögen die Füße. Was sie gar nicht mögen: hohe Absätze. Die erhöhen den Druck auf den Vorfuß und führen auf Dauer zu einer Verkürzung der Achillessehne. Extratipp: Verlegen Sie den Schuhkauf eher auf den späten Nachmittag, Ihre Füße sind dann etwas größer als am Vormittag.
- Wenn Sie abends die Schuhe ausziehen, nehmen Sie sich ein bis zwei Minuten Zeit, um Ihre Füße zu kneten und zu massieren.
Was beim Schuhkauf zählt
Die Zahlen machen hellhörig: 98 Prozent aller Babys kommen mit perfekten Füßen auf die Welt – aber 60 bis 80 Prozent aller Mitteleuropäer haben Probleme mit den Füßen (Schmerzen, Fehlstellungen oder lästige Symptome wie Nagelpilz, Hühneraugen oder Hornhautrisse). Zwar spielt bei der Entwicklung von Fehlbildungen (allen voran dem Hallux Valgus) eine erbliche Veranlagung eine große Rolle – doch die meisten Fußschäden entstehen als Folge unserer modernen Lebensweise. Dazu gehört zum Beispiel Bewegungsmangel ebenso wie übertriebener sportlicher Ehrgeiz, aber allem voran das Tragen ungünstiger Schuhe. Dieses Problem bahnt sich schon sehr früh an: Bei Reihenuntersuchungen in Deutschland wurde festgestellt, dass sieben von zehn Schulkindern Schuhe tragen, die ihren Füßen mehr schaden als nützen.
Hier die wichtigsten Tipps für Schuhwerk, das die Füße nicht unnötig stresst:
- enge, spitze Schuhe sollten nur in Ausnahmefällen getragen werden.
- Hohe Absätze machen Druck auf den Vorderfuß und erhöhen die Gefahr der Bildung eines Hallux Valgus. Im Alltag: nur Schuhe mit keinen oder flachen Absätzen.
- Ausgelatschte Schuhe mögen zwar „bequem“ sein, eine Wohltat für die Füße sind sie ebenso wenig wie zu große Schuhe.
- Das Material von Schuhen (und Strümpfen) sollte leicht bezw. luftdurchlässig sein. Ein „feuchtes Klima“ in den Schuhen begünstigt das Entstehen von Nagelpilz.
- Wenn der Schuh „drückt“, gehört er aussortiert – auch wenn er sündhaft teuer war. Beim Schuhkauf: ganz genau hinfühlen, ob irgendetwas nicht stimmt, keine Kompromisse eingehen. Neue Schuhe sollten besser nachmittags oder am frühen Abend gekauft werden. Bei Kindern: Schuhe regelmäßig dem wachsenden Fuß anpassen – in intensiven Wachstumsphasen kann das (leider) den Geldbeutel belasten, aber die Investition zahlt sich später aus.
- Und das Allerwichtigste: Immer mal wieder, wo es geht, barfuß laufen, also auch ohne Strümpfe.
Ein Bad für die Füße – und die Seele
Alle Untersuchungen zeigen: Die Füße sind oft die Stiefkinder in Sachen Pflege – auch bei körperbewussten Menschen. Schade! Denn die sanfte Reinigung der Füße am Abend ist eine echte Wohltat, bei der Tagesstress buchstäblich abgewaschen werden kann. Das wohlige Gefühl, das dabei entsteht, hilft sogar, leichter in den Schlaf zu finden. So selbstverständlich wie die Gesichts- und die Zahnreinigung vor dem Zu-Bett-Gehen: Füße mit angenehm warmen Wasser und etwas Seife gründlich waschen, danach beide Füße sorgfältig trocknen, Zehenzwischenräume nicht vergessen. Zum Abschluss eine leichte Creme einmassieren.In besonders stressigen Zeiten oder nach einer sportlichen Herausforderung kann ein heißes Fußbad Wunder wirken. Das Wasser sollte 30 bis 40 Grad heiß sein und möglichst bis zum Knie reichen (Eimer oder Fußwanne nehmen). Spezielle Badezusätze (Rosmarin, Eukalyptus, Kamille oder – bei schwitzigen Füßen - Hamamelis) pflegen nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche. Nicht vergessen: Zum Abschluss die (gut getrockneten) Füße sanft durchmassieren.
Anatomie der Füße
Der Fuß besteht aus:
- 26 einzelnen Knochen
- 33 Gelenken
- 107 Bändern
- Mehr als hundert Muskeln
- Zahllosen Sehnen und einem feinen Netzwerk von Nerven und Blutgefäßen.
So halten Sie Ihre Füße beweglich
Hier downloaden: Einfache Übungen, um die Füße zu stärken und Beschwerden vorzubeugen. Enpfohlen von der Gesellschaft
für Fuß- und Sprungeglenks-
orthopädie.
für Fuß- und Sprungeglenks-
orthopädie.
Die Mittelfußbandage von Hallufix
Tipp:
Stark belastete Füße brauchen Unterstützung. Tragen Sie eine Mittelfußbandage im Beruf oder beim Sport.
Stark belastete Füße brauchen Unterstützung. Tragen Sie eine Mittelfußbandage im Beruf oder beim Sport.
